Kawai ES-60 Digitalpiano Test: Hammermechanik zum Budgetpreis

Mit dem ES-60 präsentiert Kawai ein neues Einsteiger-Digitalpiano in der Preisklasse unter 500 €. Das leichte Piano überzeugt mit einem kompakten Gehäuse und setzt sowohl auf ein angenehmes Spielgefühl als auch auf gute Klänge. Dank des geringen Gewichts lässt sich das Piano problemlos transportieren. Das Kawai ES-60 profitiert zudem von einigen Features der größeren Digitalpianos. Die eingebauten Lautsprecher machen das Piano vielseitig einsetzbar: Es eignet sich sowohl zum Üben als auch für Proben und Auftritte in kleineren Räumen. Die Bedienung erfolgt größtenteils über Tastenkombinationen, was das äußerst schlanke Design begünstigt. Zwei kostenlose Kawai-Apps stehen zur Verfügung, die die Bedienung erleichtern und zudem Zugriff auf klassische Musikstücke bieten.

Kawai ES-60 Frontansicht
Das Kawai ES-60 ist ein kompaktes Einsteiger Digitalpiano

Kawai ES-60 – das Wichtigste in Kürze

  • Einsteiger Digitalpiano mit 88 Tasten
  • Responsive Hammer Light Tastatur
  • 17 Sounds
  • 30 Drum Rhythmen
  • 3 Reverb-Typen
  • Eingebaute Lautsprecher. (2x 10 W)
  • Gewicht: 11 kg
  • Verbindung mit PianoRemote App und PiaBookPlayer App
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Kawai ES-60
Kawai ES-60
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Das Segment der Einsteiger-Digitalpianos erfreut sich ungebrochener Beliebtheit, schließlich möchten viele mit dem Klavierspielen beginnen. Die Anforderungen an ein gutes Einsteigerpiano sind dabei nicht hoch: Ein günstiger Preis, eine gute Tastatur und ein überzeugender Klang müssen gegeben sein. Viele Hersteller haben im Bereich unter 500 € Digitalpianos entwickelt, die ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Ob das Kawai ES-60 auch dazu gehört, zeigt dieser Test.

Erster Eindruck: Kawai ES-60

Das Kawai ES-60 wiegt nur 11 kg und lässt sich mühelos aus dem Karton heben. Das minimalistische Gehäuse ist vollständig aus Kunststoff gefertigt und macht einen soliden Eindruck. Im Lieferumfang sind eine aufsteckbare Notenablage, ein externes Netzteil und ein einfaches Haltepedal enthalten. Das Pedal erfüllt seine Funktion als Sustainpedal, kann aber bei höheren Ansprüchen durch ein massiveres Pedal, wie z.B. das Kawai F-10H, ersetzt werden. Ein passendes Stativ, z.B. ein typisches Keyboard-Stativ oder ein Holz-Untersatz, ist optional erhältlich und gehört nicht zum Lieferumfang.

Klangerzeugung

Die insgesamt 17 Klänge des Kawai ES-60 bietet eine passende Auswahl an Pianos, E-Pianos, Orgeln und weiteren nützlichen Sounds, die man typischerweise von einem Digitalpiano erwartet. Zu den wichtigsten Vertretern gehören zweifellos die drei akustischen Pianos, welche mit einem Sample des Shigeru Kawai SK-EX Konzertflügels ausgestattet sind. Dabei greift Kawai auf die eigens entwickelte Harmonic Imaging Sound Technologie zurück, welche fließende Übergänge von piano bis fortissimo ermöglicht. Drei verschiedene Reverb-Typen stehen zur Verfügung und sorgen für mehr Lebendigkeit. Drei verschiedene Reverb-Typen sorgen für mehr Lebendigkeit im Klangbild. Zudem gibt es 30 Drum-Rhythmen, die über eine Tastenkombination aktiviert werden können. Diese dienen weniger als Begleitautomatik, sondern eher als simples Tool für einen schnellen Jam. Natürlich verfügt das Kawai ES-60 auch über Split- und Layer-Funktionen.

Fotostrecke: 5 Bilder Das Kawai ES-60 mit der im Lieferumfang enthaltenen Notenablage.

Kawai ES-60 bietet eine Tastatur mit Hammermechanik

Die Tastatur des Kawai ES-60 hört auf den Namen „Responsive Hammer Light“ (RHL) und bietet ein solides, leichtgängiges Spielgefühl. Sie fühlt sich etwas leichter an als manch andere Tastaturen, was für Einsteiger allerdings keineswegs ein Nachteil ist. Viel wichtiger ist das Spielgefühl, die Haptik und die Sensorik, die aus den teureren Kawai-Modellen CN201 und CN301 stammen. Dies sorgt für ein authentisches Spielgefühl und eine sehr gute Abstimmung auf die internen Sounds. Die leicht angeraute Oberfläche der RHL-Tastatur bietet zudem einen angenehmen „Grip“ und fühlt sich nicht wie billiges Plastik an.

Bedienung

Das Kawai ES-60 ist mit Abstand eines der kompaktesten Digitalpianos. Das Bedienfeld wurde minimalistisch gehalten und besteht lediglich aus einem On/Off-Schalter, einem Volume-Slider sowie zwei weiteren Knöpfen mit den Beschriftungen „Sound“ und „Function“. Alle weiteren Funktionen werden über Tastenkombinationen in Kombination mit den Tasten vorgenommen. So können nicht nur Klänge und Rhythmen, sondern auch Tempi sowie Split- und Layer-Einstellungen angepasst werden. Für tiefere Einstellungen lohnt sich ein Blick in das Handbuch. Auch wenn es anfangs komplex erscheint, ist die Bedienung eigentlich recht einfach.

Anschlüsse

Der wichtigste Anschluss ist der Kopfhöreranschluss, der sich auf der linken Vorderseite des Gehäuses befindet. Wie üblich werden die Lautsprecher des Pianos bei eingestecktem Kopfhörer stummgeschaltet. Auf der Rückseite befinden sich neben dem Anschluss für das externe Netzteil auch eine USB-Buchse, eine Buchse für das Haltepedal sowie zwei Klinkenbuchsen für den Audio-Ausgang.

Fotostrecke: 2 Bilder Die Anschlüsse des Kawai ES-60 sind mit Ausnahme der Kopfhörerbuchse auf der Rückseite zu finden.

Wie klingen die eingebauten Lautsprecher des Kawai ES-60?

Die Lautsprecher des Kawai ES-60 sind auf der Unterseite des Gehäuses positioniert. Laut Hersteller handelt es sich um dieselben Lautsprecher wie beim größeren Kawai ES-120 – was sicherlich verlockend klingt. Mit einer Gesamtleistung von 20 Watt hat Kawai jedenfalls die Nase vorn. Der Klang des ES-60 ist für ein kompaktes Digitalpiano sehr angenehm, auch wenn man keine Höchstleistungen erwarten sollte. Der Lautsprecher-EQ ermöglicht eine Anpassung des Klangs je nach Aufstellung des Pianos auf einem Stativ oder Tisch – ein gelungenes Feature, was ich auch von anderen Digitalpianos kenne.

Weitere Features dank kostenloser Kawai-Apps

Mit einem Smartphone oder einem Tablet lassen sich zwei kostenlose Apps in Verbindung mit dem Kawai ES-60 verwenden. PianoRemote ist eine von Kawai entwickelte App, welche die Steuerung verschiedener Digitalpianos ermöglicht und sowohl per Bluetooth als auch per USB-Kabel mit dem Piano verbunden wird. Da das Kawai ES-60 nicht über Bluetooth verfügt, wird ein entsprechendes Kabel benötigt. Über das ansprechend gestaltete GUI können mit der PianoRemote Klänge und tiefergehende Einstellungen des Pianos ausgewählt werden. Passend dazu bietet der PiaBookPlayer mit 377 Stücken eine große Auswahl an klassischer Musik, die von Bach über Hanon bis Chopin reicht. Beide Apps sind sowohl mit iOS als auch Android kompatibel.

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