Alto TX415 und TX18S Test im Praxischeck
Die Verkabelung unseres Test-Setups ist schnell erledigt. Nach dem Einschalten sind die Boxen in wenigen Sekunden betriebsbereit, was sich auch an einem leisen Grundrauschen bemerkbar macht. Ich teste zunächst die TZX415 mit einem direkt angeschlossenem Shure SM58, für das ich den Kanal 1 von Line- auf Mikrofonpegel umschalte. Mit dem Gain-Poti erhöhe ich die Lautstärke, bis sich erste Koppelfrequenzen bemerkbar machen.
Kondensatormikrofone lassen sich nicht anschließen, da der Eingang keine Phantompower zur Verfügung stellt. Obwohl die TX415 mit einem 15-Zoll-Treiber ausgestattet ist, handelt es sich nicht um eine klassische Fullrange-Box. Das kommt allerdings der Sprachwiedergabe zugute, da kein Tiefbass-Gewummer die Sprachewiedergabe trübt. Für eine unkomplizierte Durchsage oder Moderation zwischendurch ist die TX415 jedenfalls mehr als tauglich.
Dank Monitorschräge lässt sich die TX415 auch als Bühnenmonitor einsetzten. Ohne Contour-EQ verfügt die TX415 über genügend Pegel und Mittenfrequenzen, um sich als Sänger gegen einer lautere Backline durchzusetzen.

Bluetooth-Optionen und Contour-EQ
Die verbaute Bluetooth-Funktion ermöglicht kabelloses Musikstreaming von Smartphones oder Tablets. Zugleich lassen sich auch über Bluetooth zwei TX415 für eine echte Stereo-Wiedergabe koppeln. Du benötigst noch mehr Topteile, vielleicht für einen Nebenraum? Kein Problem, denn der Mix-Ausgang erlaubt die Verkettung mehrerer Lautsprecher via NF-Kabel.
Für eine flexible Anwendung bietet der Alto TX415 einen Contour-EQ. Eingeschaltet nimmt dieser dezent die Mitten zurück, was gerade bei DJ-Einsätzen und hohem Pegel auf Dauer angenehmer klingt. Stichwort „hohe Pegel“: Sowohl die TX415 als auch der TX18S-Subwoofer zählen nicht zu den lautesten Vertretern ihrer Preisklasse, klingen dafür selbst am Limit betrieben noch sauber und unangestrengt.
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Subwoofer Performance
Der TX18S klingt mit tiefer Trennung (80 Hz) schön satt und fett. Ordentlich Tiefgang bietet er auch, sodass auch DJ-Einsätze kein Bass-Fundament vermissen lassen. Schaltet man das Voicing von „Live“ auf „Music“, wird der Tiefbassbereich hörbar angedickt. In puncto Pegel passt das Verhältnis von einem TX18s in Kombination mit einer TX415 perfekt, zumindest in geschlossenen Räumen. Open Air bei basslastiger Musik dürfen es mitunter auch zwei Bässe für ein TX4 Topteil sein.
Im Test erzeugt das gesamte Setup einen natürlichen Grundsound, der sowohl für DJ-Anwendungen als auch für Live-Musik gleichermaßen überzeugt. Die Bedienung ist einfach und intuitiv. Das System ist kompakt und lässt sich gut transportieren. Optional lassen sich Transportrollen an den Subwoofern anbringen, falls die Wege zum Auftrittsort mal länger ausfallen. Alto-TX-Serie ist somit im wahrsten Sinne des Wortes „Rock & Roll“-tauglich!

Alto TX4 Serie – mögliche Alternativen
Günstige Aktivboxen gibt es wie Sand am Meer. Die fällt die Auswahl nicht leicht. Viele Unterschiede zeigen sich erst im Detail, da lohnt der Blick in diese Tabelle.
Produkt | Alto TX415 | the box pro DSP 115 | Mackie Thump 215 | Fun Generation PL 115 A |
Lautsprecherbestückung | 15/1“ | 15/1“ | 15/1“ | 15/1“ |
Verstärker/Leistung | 700 W Peak | 1.400 W Peak | 1.400 W Peak | 600 W Peak |
Schalldruck | 121 dB | 136 dB | 129 dB | 115 dB |
Frequenzgang | 75 Hz – 20 kHz | 48 Hz – 19 kHz | 40 Hz – 23 kHz | 70 Hz – 18 kHz |
Griffe | 3 | 3 | 3 | 3 |
Bluetooth | V5, Musikstream und TWS | nein | nein | Mediaplayer (MP3+WAV), USB |
Gewicht | 14,4 kg | 20 kg | 14,8 kg | 15 kg |