Boss Katana 50 Gen 3 Test

Der Boss Katana 50 Gen 3 markiert die dritte Runde der Katana Amp-Serie, wobei seine beiden Vorgänger Katana 50 und Katana 50 MKII in unseren Tests eindeutig überzeugen konnten. Unser aktueller Proband gehört in die Kategorie kompakter Übungsamp, ist aber durchaus in der Lage, auch auf der Probe oder dem kleinen Gig überzeugend aufzutreten. Obwohl optisch kaum verändert, bietet der neue Boss Katana 50 Gen 3 doch einige Neuerungen, denen wir im folgenden Test auf den Grund gehen werden.

Boss Katana 50 Gen 3 Test

Boss Katana 50 Gen 3 – das Wichtigste in Kürze

  • 2-Kanal Modeling Amp mit 50 Watt Class-AB-Leistung
  • 1×12“ Speaker
  • 12 Amp Modelle
  • 5 integrierte Effekte
  • Editieren über Boss Tone Studio App möglich
  • Hergestellt in Malaysia

Boss Katana 50 Gen 3 – was ist neu?

Das ist natürlich die wichtigste Frage, wenn man sich mit dem Thema Übungsamps und dem Boss Katana im Speziellen beschäftigt. Beim Boss Katana 50 Gen 3 gehört zu den Updates ein neuer Amp-Typ, der auf die Bezeichnung Pushed hört und einen Amp in der Breakup-Zone simulieren soll. Darüber hinaus wurde die Tube Logic Technologie noch einmal überarbeitet, wobei laut Hersteller die Katana Amps der 3. Generation einen besseren Sound und ein authentischeres Spielgefühl und Ansprechverhalten an den Tag legen. Und auch für die Boss Tone Studio-App gibt es ein Upgrade. Sie kann mithilfe des optional erhältlichen Bluetooth-Adapters BT-Dual per Bluetooth mit dem Amp verbunden werden.

Gehäuse und Optik des Boss Katana 50 Gen 3

Optisch gleicht der Katana 50 Gen 3 seinen Vorgängermodellen. Das Holzgehäuse ist mit schwarzem Tolex überzogen, an der Vorderseite schützt ein schwarzer Frontgrill den Speaker und die Ecken sind mit Kunststoffschonern bestückt. Der kleine Combo (Maße: 470 x 238 x 398 mm) steht solide auf vier Gummifüßen und lässt sich entspannt am Kunststoffgriff auf der Oberseite tragen. Mit einem Gewicht von 11,6 kg sind längere Wege durchaus realisierbar. Im Inneren werkelt eine 50 Watt starke Class-AB-Endstufe, die den 12“ Custom Speaker befeuert. Der Amp ist als Toploader konzipiert, das Bedienfeld befindet sich von oben zugänglich im hinteren Bereich der Oberseite. 

Fotostrecke: 4 Bilder Das Holzgehäuse des Boss Katana 50 Gen 3 ist mit schwarzem Tolex überzogen.

Die Anschlüsse des Boss Katana 50 Gen 3

Die Eingangsbuchse ist auf dem Bedienfeld angebracht, die restlichen Anschlüsse an der Rückseite. Es besteht die Möglichkeit, die beiden Kanäle (Presets) mit dem Fuß umzuschalten, wobei die linke Buchse der Foot Control Sektion für einen Standard-Fußschalter vorgesehen ist. Der rechte Anschluss wartet auf ein Expression-Pedal, mit dem zum Beispiel Volume oder Wah-Effekte gesteuert werden. Die daneben liegende USB-C-Buchse dient der Verbindung mit einem Computer (Mac, PC), mit dem man einerseits die Boss Tone Studio App zum Editieren nutzen oder den Katana 50 Gen 3 als USB-Audio-Interface zum Recording einsetzen kann. Ganz rechts befinden sich die Aux-In (3,5 mm Klinke) und Phones Out (6,3 mm Stereoklinke) Anschlüsse. Mit dem optionalen Bluetooth Adapter (Boss BT-Dual) lassen sich Audio-Streaming und das Editieren mit der Tone Studio App vom Smartphone/Tablet aus kabellos über Bluetooth vornehmen. Der Adapter wird in das entsprechende Steckfeld auf der Rückseite eingesteckt.

Fotostrecke: 3 Bilder Die Eingangsbuchse befindet sich auf dem Bedienfeld und die restlichen Anschlüsse an der Rückseite.

Die Bedienelemente des Boss Katana 50 Gen 3

Auf dem Bedienfeld befinden sich zehn Regelmöglichkeiten, zu denen zwei sogenannte Stacked-Potis gehören, die jeweils zwei Parameter regeln, und ein Drehselektor in Potiform zur Amp-Wahl. Dazu kommt ein Chickenhead-Drehschalter für das Einstellen der Leistung in vier Stufen von Standby über 0,5 W und Half bis Max.
Aber der Reihe nach: Auf der linken Seite befindet sich der Amp-Type-Selektor, mit dem man das gewünschte Amp-Modell anwählt. Hier stehen folgende Typen zur Auswahl: Acoustic, Clean, Pushed, Crunch, Lead und Brown. Der Variation-Taster bietet eine weitere Variation des jeweiligen Amp-Typs und zeigt das im aktiven Zustand mit einer roten LED im Taster an.
Als Nächstes folgen die Regler für Gain und Volume und danach der Dreiband-EQ mit Bass, Middle und Treble. Die Effekt-Sektion verfügt über fünf verschiedene Effektgruppen, die mit drei Reglern eingestellt werden. Die dazugehörigen Taster aktivieren jeweils drei Variationen des Effekts. Mit den entsprechenden Reglern werden je nach Effekt unterschiedliche Parameter eingestellt. Bei den Modulations-, Delay- und Reverb-Effekten ist das in der Regel die Intensität, bei Distortion und Boost-Effekten der Zerrgrad. Die genaue Zuordnung der Effekte kann über die Tone Studio App vorgenommen werden, die wesentlich mehr Optionen bereithält.

Fotostrecke: 5 Bilder Der Amp ist als Toploader konzipiert, das Bedienfeld befindet sich von oben zugänglich im hinteren Bereich der Oberseite.

Boss Katana 50 Gen 3 mit der Boss Tone Studio App

Die Boss Tone Studio App für Mac oder PC wird von der Boss-Website heruntergeladen, und wer die ganze Bandbreite an Möglichkeiten einschließlich Firmware-Updates nutzen möchte, sollte die dazugehörigen Treiber installieren. Die Verbindung mit einem Smartphone oder Tablet über Bluetooth läuft direkt über die Tone Studio App, die im jeweiligen App-Store kostenlos geladen werden kann. Beim Aktivieren der App wird die Bluetooth-Verbindung hergestellt, wobei sich die übersichtlichste Variante am Computer zeigt. Die obere Hälfte zeigt das virtuelle Amp-Panel, über das der Amp eingestellt werden kann. Die Effekte werden über die Schaltflächen darunter angewählt und im Gegensatz zur Bedienung am Amp stehen hier alle verfügbaren Parameter bereit und lassen sich verändern. Die Signalkette hat insgesamt neun verfügbare Effektmodule, vor dem Amp Pedal FX, Booster, Mod, FX und EQ, dahinter EQ2, Delay 1, Delay 2 und Reverb. Die Effektmodule können in der Signalkette verschoben werden und für jeden Effekttyp stehen zusätzlich eine Menge Variationen zur Auswahl, die man über den Amp nicht anwählen kann.

Das sind die einzelnen Module:

Pedal FX: Wah & Pedal Bend (3 Effekttypen)
Booster: Boost, Overdrive, Distortion, Fuzz (23 Effekttypen)
Mod: Modulation, Synth, Pitch, Filter (31 Effekttypen)
FX: Modulation, Synth, Pitch, Filter (31 Effekttypen – identisch mit Mod)
Delay: Delay Effekte (8 Effekttypen)
Delay 2: Delay Effekte (8 Effekttypen – identisch mit Delay)
Reverb: Reverb Effekte (5 Effekttypen)
EQ: Equalizer (2 Effekttypen)
EQ2: Equalizer (2 Effekttypen – identisch mit EQ)

Fotostrecke: 4 Bilder Boss Tone Studio App 1
Kommentieren
Profilbild von Ulf

Ulf sagt:

#1 - 19.07.2024 um 17:36 Uhr

0

Der Link zu Thomann ist falsch … Man landet ganz woanders, und nicht bei dem Boss-Amp.

Profilbild von M

M sagt:

#2 - 20.07.2024 um 11:14 Uhr

0

Na ja, der Amp an sich ist gut, aber das Zubehör lässt doch Arg zu wünschen übrig, gerade bei 50er. Das sollte man bei einer Bewertung vllt auch mal erwähnen.

Profilbild von Maik Fuhrmann

Maik Fuhrmann sagt:

#3 - 21.07.2024 um 15:44 Uhr

0

Hab die Generation 1. In zwei Jahren gibt es die Generation 4 und der Verkaufspreis des Amps geht Richtung unverkäuflich. Line 6 ist da fairer. Neuer Catalyst. Man kann die alten aber updaten.

    Profilbild von Doomsday

    Doomsday sagt:

    #3.1 - 23.07.2024 um 19:32 Uhr

    0

    Am allerfairsten in Sachen Werterhalt ist immer noch der Röhrenamp. Gilt auch für manche Solid-States.

    Antwort auf #3 von Maik Fuhrmann

    Antworten Melden Empfehlen
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.