Die Lügen der Online-Gitarristen

In den Zeiten von YouTube, TikTok und Co gibt es viele Musiker, die sich in Videos mit ihrem Können übertreffen. Während Musikfans die Videos begeistert liken und teilen, sitzt so manch ein Musiker an seinem Instrument und fragt sich, ob er einfach nicht genug geübt hat, oder er tatsächlich so talentfrei ist, dass er sich doch besser für eine andere Karriere entscheiden sollte. Für alle verzweifelten da draußen gibt es einen Lichtblick. Der Gitarrist und Produzent Jacob Hansen hat uns in einem Video erklärt, wie einige Online-Gitarristen uns hinters Licht führen.

Shutterstock / von PeopleImages.com – Yuri A

In der Welt der Online-Welt ist es bekanntermaßen nicht ganz unüblich, sich besser darzustellen, als man ist. Es beginnt mit dem Beauty-Filter für das Gesicht und endet mit Musikern, die in der Post-Produktion so viel bearbeiten, dass sie scheinbar Unmögliches spielen. Und das ist eine große Lüge von Online-Gitarristen.

Dass Aufnahmen für Songs nachträglich quantisiert oder gepitched werden wundert uns nicht mehr. Musiker faken jetzt allerdings Videos, in denen sie zeigen, dass sie wirklich „Live spielen“. Und das geht Jacob Hansen zu weit. Er erklärt in seinem Video, wieso er nicht allem glaubt, was er im Internet sieht.

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Die häufigsten Tricks der Online-Gitarristen

  • Playback und Overdubbing: Manche Gitarristen spielen zu einer vorab aufgenommenen Spur, um ihre Performance sauberer erscheinen zu lassen. Was als Live-Performance aussieht, ist in Wirklichkeit eine Studioproduktion.
  • Time-Stretching und Schnitt-Techniken: Durch digitale Bearbeitung können Musiker Tempoanpassungen vornehmen oder schwierige Passagen nachträglich perfektionieren.
  • Schnelligkeitsillusionen: Durch optische Täuschungen, geschickte Kamerawinkel oder sogar leicht erhöhte Video-Geschwindigkeiten wirkt das Spiel virtuoser als es tatsächlich ist.
  • Effekte und Soundverbesserung: Durch den Einsatz von Kompressoren, Reverb oder speziellen Plugins kann selbst eine mittelmäßige Performance deutlich besser klingen.

Warum das problematisch ist

Diese Tricks sind nicht zwangsläufig Betrug, aber sie beeinflussen die Wahrnehmung und Erwartungshaltung vieler Zuschauer. Einige Musiker, insbesondere Anfänger, fühlen sich oft entmutigt, weil sie denken, dass sie niemals das Niveau dieser vermeintlichen Profis erreichen können. Außerdem kann es den falschen Eindruck vermitteln, dass bestimmte Techniken einfacher sind, als sie in Wahrheit sind.

Ein realistischerer Umgang mit Online-Content

Es ist wichtig, solche Manipulationen zu erkennen und mit einer gesunden Skepsis an Online-Performances heranzugehen. Nicht jede beeindruckende Darbietung ist in einem Take gespielt oder ohne Nachbearbeitung entstanden. Statt sich entmutigen zu lassen, sollten Musiker Social Media als Inspirationsquelle nutzen, aber gleichzeitig wissen, dass hinter vielen Clips mehr Arbeit steckt, als es den Anschein hat.

Was denkst du darüber? Ist dir schon einmal aufgefallen, dass Online-Gitarristen Tricks verwenden, um ihre Fähigkeiten besser darzustellen? Schreib es in die Kommentare!

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