Mit dem Fender Squier Strat Pack SSS präsentiert der amerikanische Hersteller ein E-Gitarren-Komplettpaket, das vor allem Kindern und Jugendlichen den Einstieg in die Welt des Rock’n Roll erleichtern soll. In einer Zeit, in der das Angebot an Instrumenten und Verstärkern vor allem für Einsteiger nicht mehr zu durchschauen ist, können solche Sets mit Gitarren und dem entsprechenden Zubehör die Wahl erheblich erleichtern.
Das Fender Squier Strat Pack SSS richtet sich in erster Linie nach den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen, denn die Gitarre hat nicht nur einen etwas kleineren Korpus, sondern auch eine verkürzte Mensur. Dazu kommen ein kleiner Combo-Verstärker und diverse weitere Dreingaben für einen bequemen Start. Wir wollten wissen, was es mit der Qualität des Sets auf sich hat, zumal es auch noch zu einem sehr attraktiven Preis angeboten wird.
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Optik/Verarbeitung
Das Set wird in einem bunt bedruckten Karton geliefert, in dem sich neben der Gitarre und dem kleinen Combo Verstärker auch ein paar Plektren, ein Gitarrengurt sowie ein Gitarrenkabel befinden.
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Stratocaster
Korpus
Die meistkopierte Gitarre aller Zeiten besitzt in unserem Fall einen verkleinerten Korpus aus Pappelholz, auf den eine Sunburst-Lackierung sauber aufgetragen wurde.
Ein weisses, dreilagiges Schlagbrett beherbergt drei Singlecoils, die sich mit einem Fünfweg- Schalter anwählen lassen. Für die Lautstärke ist ein Volume-Regler zuständig, während das Tone-Poti bei Bedarf die Höhen dämpft.
Die Saiten werden in eine Hard-Tail Brücke gefädelt und laufen über sechs Saitenreiter in Richtung Kopfplatte, wobei die Böckchen ein individuelles Einstellen erlauben. Zum Befestigen des mitgelieferte Gurts stehen zwei Gurtpins bereit, die mit Kunststoffringen unterlegt wurden, um ein Beschädigen des Lacks zu vermeiden. Die Klinkenbuchse befindet sich nicht wie gewohnt auf der Oberseite des Instrumentes, sondern bei diesem verkleinerten Korpus in der unteren Zarge. Ein Blick auf die Rückseite der 2661 Gramm wiegenden Gitarre zeigt lediglich eine Fräsung, die den Zugang zur Klinkenbuchse ermöglicht. Wie bei einer Stratocaster üblich, ist die Elektronik unter dem Schlagbrett angebracht.
Hals
Vier Schrauben fixieren den Ahornhals in der exakt gefrästen Halstasche und halten ihn dort spielfrei. Damit vor allem jüngeren Spielen das Erkunden des Griffbretts erleichtert wird, hat Fender die Strat mit einem verkürzten Hals ausgestattet, sodass die Mensur lediglich 610 mm beträgt. Dabei bleibt allerdings die Sattelbreite von 42 mm die gleiche wie bei einer ausgewachsenen Strat, sodass auch Erwachsene die Gitarre komfortabel bespielen können – die Saitenabstände zum Original bleiben quasi gleich.
In das aufgeleimte Palisandergriffbrett wurden 20 Medium-Jumbo-Bünde eingesetzt, allerdings hätte man das Nachpolieren etwas gewissenhafter ausführen können, denn die Bünde sind fast stumpf, was für ein unschönes Spielgefühl sorgt. Zwar kann der erfahrene Spieler das Problem leicht mit etwas Stahlwolle beheben, aber dem Anfänger sollte das Erlernen des Instruments nicht auf diese Weise erschwert werden.
Die Saiten laufen über den besagten 42 mm breiten Sattel aus synthetischem Knochen in Richtung Mechaniken, die allesamt, wie auch der Rest der Hardware, verchromt wurden und aus dem Hause Fender stammen.
Die D-, G-, H- und die hohe e-Saite werden mit zwei Saitenniederhaltern (String Trees) auf das Niveau der entsprechenden Mechanik gebracht, was die Reibung verringert und die Stimmstabilität erhöhen soll. Der Zugang zum Halsstab befindet sich direkt hinter dem Sattel, er lässt sich mit dem beiliegenden Werkzeug einstellen. Der Halsstab wurde übrigens, wie bei Fender üblich, in eine Fräsung auf der Rückseite des Halses eingelegt und mit einem dunklen Holzstreifen verschlossen, dem sogenannten Skunk Stripe.
Frontman 10G Combo-Verstärker
Der kleine Frontman 10G Combo-Verstärker liefert 10 Watt, die von einem 1 x 6″ Fender Special Design Lautsprecher umgesetzt werden. Der Speaker verbirgt sich hinter einer silbernen Bespannung, auf der ein Squier-Logo prangt. Mit einer Größe von 171,5 mm x 174 mm x 130 mm und einem Gewicht von 3930 Gramm fällt er ausgesprochen handlich aus und kann mit einer soliden, sauber ausgeführten Verarbeitung gefallen. Das Gehäuse ist mit schwarzem Vinyl beklebt und wird an den Kanten von Metallschoner geschützt. Transportiert wird der Combo am Tragegriff an der Oberseite und im Stand sorgen vier Gummifüße für Stabilität.
Die Vorderseite schließt nach oben mit den Bedienelementen auf einem abgeschrägten Paneel ab, ganz links beginnend mit der Eingangs-Klinkenbuchse, einem Gain-Regler mit einem weißen Taster, der einen Overdrive aktiviert, gefolgt von einer Zweiband-Klangregelung, bestehend aus Bass und Treble.
Zum Üben und Mitspielen kann ein MP3, CD- oder ein anderer Audio-Spieler an die Mini-Klinkenbuchse eines Aux-In angeschlossen werden. Und möchte man die Umwelt nicht an seinem Spiel teilnehmen lassen, sorgt ein Kopfhörer für Ruhe, der ebenfalls über eine Stereo-Miniklinke verfügen sollte. Laut Hersteller ist dieser Ausgang frequenzkorrigiert, was ich im Praxisteil näher untersuchen werde. Schließlich aktiviert der An/Aus-Schalter gleichzeitig eine rote LED, die den aktiven Betriebszustand signalisiert.
Die Verarbeitung der in Indonesien gefertigten Gitarre und des Verstärkers ist gut und bietet bis auf die Bund-Nachbearbeitung keine Kritikpunkte.
Für den sofortigen Einstieg ins Gitarrenspiel gehört zum Set auch ein kostenloser 30-tägiger Online-Kurs.