Die Gibson Firebird Platypus greift ein rares Übergangsmodell der legendären Firebird auf. Das Instrument kommt mit Non-Reversed-Kopfplatte und ist in den Farben Ebony, Vintage Cherry und Tobacco Sunburst erhältlich. Die Originale mit dem Zusatz Platypus im Produktnamen wurden erstmals 1965 in kleiner Stückzahl bei Gibson produziert und verzichteten auf die typischen banjo-artigen-Mechaniken. Ansonsten kann man auf die bis heute modern wirkende Formgebung und die prägenden beiden Mini Humbucker zählen.

Konstruktion
Die Gibson Firebird Platypus setzt auf einen schlanken Mahagonikorpus mit einem eingeleimten Slim-Taper-Hals, der ebenfalls aus Mahagoni besteht. Hier liegt also ein konstruktiver Unterschied zur ursprünglichen Firebird vor, die auf einen durchgehenden Hals setzt. Die Mensur beträgt Gibson-typische 24,75″. Das Griffbrett ist aus Palisander, verfügt über 22 Bünde, ein Binding und Trapezoid-Inlays. Die Kopfplatte wurde gegenüber dem Original minimal verändert, um eine gerade Saitenführung zu ermöglichen und somit die Stimmstabilität zu erhöhen. Optisch machen diese Gitarren definitiv ordentlich was her!

Hardware
Am Korpus kommt eine Nashville Tune-O-Matic und Stopbar aus Aluminum zum Einsatz, während die Mini-Rotomatic-Mechaniken aus dem Hause Grover stammen. Die Tonabnehmer der Wahl sind die charakteristischen, klangprägenden und laut Gibson historisch korrekten Firebird Mini Humbucker mit Alnico-5-Magneten. Sie verfügen über eigene Lautstärke- und Tone-Regler. Die gesamte Hardware ist verchromt, lediglich die Regler sind mit sogenannten Gold Top Hats versehen. Natürlich darf auch das markante Schlagbrett mit dem Emblem des Feuervogels nicht fehlen, das auch den 3-Wege-Schalter zur Umschaltung der Tonabnehmer beherbergt.

Preis und Verfügbarkeit der Gibson Firebird Platypus
Die Gibson Firebird Platypus ist mit einer Lieferzeit von etwa vier bis fünf Wochen zu einem Preis von jeweils 2.499 Euro im Musikhaus Thomann zu haben. Das Instrument wird mit einem passenden Koffer ausgeliefert. Linkshändermodelle sind leider nicht verfügbar.
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Weitere Informationen unter: https://www.gibson.com
Terry Morke sagt:
#1 - 06.03.2025 um 09:37 Uhr
Ich war noch nie gut, Dinge zu verblümen, also nenne ich das Kindchen direkt beim Namen: In meinen Augen ist die Firebird "Platypus" gequirlter Bullsh*t. Warum? Ganz einfach, weil wir es hier mit 'ner Firebird V zu tun haben, die aber nicht nur üüüüüüübel abgespeckt wurde, sondern obendrein noch teurer wurde. Sie hat weiterhin den schönen geschnitzten Headstock nicht, keine Locking Tuners, obendrein hat sie nun den Neck-thru verloren und den erhöhten Mittelteil auf der Rückseite nicht mehr. Sprich, dieser Firebird fehlt viel, was sie ergonomisch und charakteristisch ausmacht. Nein, die Stimmstabilität ist für mich auch kein Argument, die klassische "Standard" Firebird hatte nämlich (bis nach 2017 ebenfalls von Gibson abgeschafft) auch eine gerade Saitenführung UND eben obendrein Locking-Tuners. Eine klassische "Standard" Firebird V kostete, wenn auch knapp, unter 2.000 €, während diese Firebird mit weniger nun knapp 2.500 € kosten soll. Für mich ist das keine Innovation, sondern es zerstört diese wunderschöne Gitarre. Für mich ist das ein "Volkswagen" zum Preis eines "Porsche". Ich hoffe inständig, dass dies keinen negativen Effekt auf die "Standard" Firebirds von Epiphone nehmen wird, aber mittlerweile habe ich für diese Gitarren schlichtweg keine Hoffnungen mehr. Ich habe mich, wenn auch zähneknirschend, da ich sie eigentlich wirklich mag, letztendlich auch von der Firebird abgewandt. Objektiv betrachtet kann man einfach mehr für sein Geld haben, denn auch Epiphones kosten mittlerweile mehr, als ich das irgendwie noch mit "Inflation" erklären könnte. Für das Geld kriege ich zum Beispiel auch eine Phoenix, die Edelstahlbünde, Neck-volute und Ebony Fretboard hat, dazu besitzt diese immer noch ihren Neck-thru. Hier hätten wir also ein Beispiel, was WIRKLICH eine Modernisierung wäre. Über die Epiphone "Standard" Firebird V, wie sie seit 2020 rauskam, habe ich mich wirklich gefreut. Die "Platypus" jedoch empfinde ich als Fan der Firebird V, als eine Katastrophe und eine Respektlosigkeit gegenüber dieser Gitarre.