Integraudio und Sixth Sample sind zurück! Nach ihrer ersten und sehr erfolgreichen Kollaboration beim FX-Plugin Deelay gibt es nun den zweiten Freeware-Effekt aus dem Dynamikbereich, mit dem Namen „Cramit“, was sich frei mit „stopfen“ übersetzen lässt.
Integraudio & Sixth Sample Cramit Test
DETAILS + PRAXIS
Download und Verfügbarkeit
Cramit gibt es sowohl bei Integraudio als auch bei Sixth Sample. Der Download ist in beiden Fällen unkompliziert und erfordert lediglich die Angabe einer Mail-Adresse. Erhältlich ist das Tool in den Formaten VST3 und AU, ab Windows 8.1 in 32- und 64-Bit und ab macOS 10.9 (Intel und M1) in 64-Bit.
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Übersichtliches GUI
Integraudio & Sixth Sample Cramit ist ein FX-Tool für Multiband-Kompression im OTT-Style (Over The Top). Dabei wird zum einen das zu bearbeitende Signal in drei Bänder zerlegt (Low – Mid – High), zum anderen werden die lauten Signalanteile leiser und die leisen gleichzeitig lauter. Das resultiert in einem speziellen Sound, der weniger Dynamik aufweist, dafür aber mehr Durchsetzungsvermögen hat.
Die drei Slider repräsentieren die drei Signalanteile. Darüber, ob Downwards- oder Upwards-Kompression dazu kommen soll, also ob das Signal komprimiert oder expandiert wird, entscheiden die User. Das funktioniert über die obere und untere Grenze des weißen Bereichs in der Mitte der grauen Sliders. Zeigen die beiden Pfeile zueinander, komprimiert Cramit das Signal. Zeigen sie voneinander weg, expandiert es. Jedes Band kann zudem gemutet und solo gehört werden.
Die Two-Stage-Distortion kann man vor oder nach der Kompression (pre / post) einsetzen. Sie verfügt über sieben verschiedene Verzerrungstypen, die über den Type-Regler angesteuert werden.
Die Reihe der Master-Slider umfasst neben In, Out und Mix auch noch zwei Parameter, die sich auf die Kompression beziehen. Speed verändert die Werte für Attack und Release gleichzeitig – je größer der eingestellte Wert, desto größer werden auch die Werte der beiden Parameter. Depth steht für die Ratio des Kompressors.
Top Sound
Die folgenden Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie vielseitig Cramit einsetzbar ist. Das Init-Preset in Beispiel zwei ist den Default-Einstellungen des OTT-Plugins von Xfer Records nachempfunden und squasht die Drums bereits komplett. Alle Elemente des Drum-Loops sind quasi gleich laut. Beispiel 3 ist auch ziemlich stark komprimiert, klingt aber wieder ganz anders.
Dann habe ich noch zwei Presets an instrumentalen Loops ausprobiert. „Clean Up“ verspricht einen aufgeräumten Sound und in der Tat kann man Cramit auch ähnlich wie einen EQ einsetzen. Die Gitarre verliert dadurch die tiefen Anteile, die in einem Beat gestört hätten und gewinnt gleichzeitig einiges an Höhen und Präsenz. Ein ähnliches Bild gibt das Preset „Energy“ in Verbindung mit dem Flöten-Loop ab. Der wird dadurch nicht nur heller, sondern rückt auch regelrecht nach vorne.
FAZIT: Integraudio & Sixth Sample Cramit Test
Integraudio & Sixth Sample Cramit vereint Multiband-Kompression im legendären OTT-Style mit Distortion und bringt dynamische Audiobearbeitung auf das nächste Level. Damit bietet das Freeware-Tool deutlich mehr Möglichkeiten als das berühmte Plugin OTT von Xfer Records. Das Interface von Cramit ist zudem übersichtlich und skalierbar, und die grafische Repräsentanz der Akustik und die Bedienung des Effektes sind hervorragend gelungen. Es bleibt spannend, was Integraudio und Sixth Sample als nächstes veröffentlichen werden.
Features
- Multiband-Kompressor im OTT-Style
- für Upwards-, Downwards-Compression und Expansion
- Bandsättigung und Distortion (Pre und Post)
- sieben Verzerrungstypen
- 10 Presets
- skalierbares GUI
- PREIS: Integraudio & Sixth Sample Cramit ist kostenlos
- Kompression im OTT-Style
- integrierte Verzerrung
- sehr vielseitig einsetzbar
- tolles GUI
- Kein Contra