Fazit
Im Studio präsentiert sich der Lionheart L5T als wendiger, vielseitiger Amp. Er ist nicht unbedingt ein Rocker, aber für Blues, Pop und alles dazwischen definitiv ein treuer Gefährte, zumal er etwas heftiger angefahren am besten klingt. Da kommt die mit 5 Watt relativ überschaubare Leistung natürlich wie gerufen! Gerade wenn man eher auf Crunch- und Drive-Sounds steht, macht der Lionheart LT5-112 Combo aber auch im Proberaum und auf kleinen bis mittelgroßen Bühnen einen guten Job. Als Clean-Sound-Lieferant im lauteren Bandkontext ist der Amp wegen seines „Niedrig-Leistungs-Konzepts“ aber nur bedingt geeignet. Ob es funktioniert, ist in diesem Fall extrem von der “Gangart” der Restband abhängig – aber zur Not gibt es ja immer noch die Option des “Abmikens”. Und es lohnt sich, denn auch im Clean-Betrieb kann der Amp punkten und liefert eine dynamische und präzise Performance. Unterm Strich ein solider, gut verarbeiteter Amp für einen angemessenen Preis.
- Verarbeitung
- Konzept
- Accutronics-Hall
- Kippvorrichtung
- Basswiedergabe
- Power-Schalter Rückseitig
- Fußschalter ohne LEDs
- Hersteller: Laney L5T-112
- Bezeichnung: Lionheart
- Bauweise: Vollröhren Combo
- Herstellungsland: England
- Leistung: 5 Watt
- Röhren: 1x EL84 Endstufe, 3x 12AX7
- Kanäle: 2
- Effekte: Accutronics-Federhall
- Gewicht: 21,5 kg
- Maße: 562x423x253 mm (BxHxT)
- Zubehör: Fußschaltpedal, Schutzhülle, Netzkabel
- UVP: 891 EUR
Chris sagt:
#1 - 09.09.2012 um 14:46 Uhr
Interessanter Test - der mal wieder bestätigt, wie wichtig der Speaker für die Klangformung ist. Ich spiele das Lionheart 20 Watt-Topteil durch eine 2x10-Box mit Jensen-Speakern, die auch obenrum ordentlich liefern und transparente Höhen hören lassen. Die fallen in Verbindung mit den von Laney verwendeten Heritage-Celestions sehr viel gedämpfter aus - habe mich schon immer gewundert, warum der Amp ab Werk mit diesen Speakern ausgerüstet ist, die auch untenrum für meinen Geschmack a bisserl zu fett sind, jedenfalls am Lionheart. Na ja, ist halt alles auch Geschmackssache. Ansonsten wirklich ein feiner Amp!
Easton sagt:
#2 - 10.01.2015 um 04:52 Uhr
Der verbaute Speaker ist nur ein Celestion G12H 70th Anniversary und der Reverb ist kein Accutronics mit Hallspirale, sondern digital.Die falschen Angaben sollte man in dem Testbericht korrigieren.Verarbeitungsqualität entspricht auch nicht dem hohen suggerierten Standard (Made in the UK), alle Bauteile sind chinesischer Herkunft. Dann könnte man den Amp auch gleich in China zusammenbauen, das macht dann kaum noch einen Unterschied. Preis/Leistungsverhältnis bei diesem Amp leider überhaupt nicht in Ordnung.
Markus sagt:
#2.1 - 14.10.2015 um 18:08 Uhr
Sorry, aber das stimmt nicht. Es ist definitiv ein Accutronics-Federhall verbaut, hochwertige Röhren etc. Speaker ist in der Tat ein G12H, aber wieso "nur"?
Antwort auf #2 von Easton
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