FAZIT
Unser preisgünstigster Testkandidat bietet in Sachen Scratching & Backspinning sehr gute Eigenschaften und liefert damit eine echte Überraschung in diesem Vergleichstest. Doch wer nun glaubt, für einen empfohlenen Schnäppchenpreis von nur 24 Euro die eierlegende Wollmilchsau zu kaufen, der irrt. So ist die Ausgangsspannung des Groovetools um ganze 14 dB geringer als die in dieser Disziplin am besten getesteten Konkurrenten. Zudem ist das Klangbild unausgewogen, da die Höhen sehr vordergründig sind und die Stereobasisbreite ein wenig eingeschränkt wirkt. Daher kommt ein professioneller Einsatz in Clubs schon mal nicht in frage. Auch Hifi-Enthusiasten und Anwender, die ihre kostbare Vinylsammlung archivieren möchten, werden am Groovetool keine Freude haben.
Zu empfehlen ist dieses Produkt definitiv allen DJ-Einsteigern, die mit ihrem Budget haushalten müssen und für die der Klang eher zweitrangig ist. Das gilt besonders für die scratchende Zunft. Für jene ist das Groovetool eine wirklich gute Wahl, vorausgesetzt, der Anfänger kennt jemanden mit Installationserfahrung!
- Bauart Headshell-Tonabnehmer
- Tonabnehmer-Prinzip MM
- Ausgangsspannung 2,4 mV, bei 1 KHz
- Kanaltrennung >26 dB
- Auflagekraft 2,5-3,5g (Nm)
- Empfohlene Last 47 kOhm/ 200pf
- Nadelschliff sphärisch
- Gewicht 18 g
- Preis 24 Euro (UVP)
- Sehr gute Scratch- & Backspin-Eigenschaften
- Nadel bleibt auch bei geringer Auflagekraft sicher in der Rille
- Nur sehr geringe tieffrequente Störgeräusche beim Scratchen
- Sehr günstig (24 Euro UVP)
- Farbige Markierungen der Anschlussstifte fehlen
- Unzureichende Dokumentation
- Sicht auf die Abtastnadel verdeckt
- Geringer Ausgangspegel
- Scharfer und unausgewogener Sound mit eingeschränkter Stereobreite