Das Valeton GP-200JR in der Praxis
70 verschiedene Amp-Modelle sind definitiv eine Ansage und tatsächlich ist hier in digitaler Form alles vertreten, was Rang und Namen hat. Auch Bass-Amps sind dabei. Die Klangcharakteristik der einzelnen Amptypen ist klar getroffen und die dazu passenden Cabs erzeugen einen ordentlichen Sound. Einen genauen Überblick bekommt ihr im Video zum Test.
Natürlich darf man bei einem Multi-Effektgerät, das mit knappen 300 Euro eher in der unteren Preisklasse angesiedelt ist, keine Wunder erwarten. Bei höherpreisigen Geräten sind die dynamische Ansprache und die Transparenz deutlich besser, aber irgendwo muss sich der Preisunterschied auch zeigen. Aber Leistung und Sound des GP-200JR entsprechen seinem Preis. Hier sind einige Beispiele mit leicht modifizierten Werksounds.
Das Valeton GP-200JR mit Amp und Cab (Amp Input)
Für diese Disziplin steht ein Sovtek MIG-50H mit Marshall 4×12 Cab parat. Das Cab wird mit einem Neumann TLM-103 abgenommen. Nun sind Amp und Cab im GP-200JR deaktiviert und der Zerrsound wird mit den Overdrive- und Distortion-Modellen des GP-200JR erzeugt. Das Angebot an Zerrgeneratoren ist reichlich und deren Reaktion in Verbindung mit einem (Röhren-) Amp erweist sich als recht gut. Auch die übrigen Effekte liefern ordentliche Sounds an den Amp, es wird lediglich etwas undefinierter, wenn mehrere Effektmodule im Einsatz sind. Aber auch das wieder gemessen an hochwertigen Effektpedalen, um den Sound entsprechend einordnen zu können.
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Das Valeton GP-200JR mit einem Power Amp (Amp Return)
In der dritten Variante wird das Valeton GP-200JR als Preamp mit einem Röhrenverstärker (Fender Hot Rod Deluxe IV) eingesetzt, das Preamp-Modul ist aktiviert und das Cab-Modul ausgeschaltet. Für Test und Video habe ich das separat für jedes Preset gemacht, aber will man schnell wechseln, lässt sich dieses Setup auch global festlegen. Das GP-200JR wird an den Return des Amps angeschlossen, es wird also nur die Endstufe des Röhrenamps genutzt. Dann geht es wieder an das Marshall 4×12 Cab. Diese Variante ist auch recht gut zu gebrauchen, vor allem die cleanen Preamps (JC1200 oder Deluxe Reverb) machen eine gute Figur.
Das Mini-Expression-Pedal ist absolut praxistauglich
Im letzten Beispiel hört ihr außerdem noch den Einsatz des Expression-Pedals als Steuerung für den Wah-Effekt. Auch wenn das Pedal recht klein ist (Länge 15 cm), lässt es sich ausreichend und feinfühlig steuern. Der Fuß sollte dabei natürlich mittig auf dem Pedal liegen. Das stabile gusseiserne Pedal ist übrigens auf der Oberseite geriffelt. Man hat also auch rutschfesten Halt mit glatten Sohlen. Hier sind ein paar Beispiele:
Weitere Beispiele mit den Sounds des GP-200 gibt es übrigens beim Test des GP-200LT zu hören. Da Prozessor und Bestückung mit Amp-Simulationen absolut identisch sind, bekommt ihr diese Sounds auch mit dem GP-200JR hin.
Doomsday sagt:
#1 - 01.09.2023 um 18:59 Uhr
Ich finde tatsächlich fast Soundbeispiele unangenehm harsch.